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Active Ownership Report

Mit dem „Active Ownership Report“ möchten wir einen Einblick geben, wie Investoren Veränderungen unterstützen und für mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaft sorgen können. Der Report zeigt das Engagement ausgewählter Aktienfondsmanager aus den Sauren Nachhaltigkeitsfonds an Praxis-Beispielen auf.     

Nachhaltig investieren. Veränderungen unterstützen.

Mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaft

Auch in den letzten zwölf Monaten waren von uns ausgewählte Fondsmanager wieder aktiv und haben ihre Rolle als verantwortungsbewusste Gesellschafter und Investoren wahrgenommen. Sie haben gezielt ihre Stimmrechte auf den Hauptversammlungen eingesetzt. Sie standen im direkten, aktiven Dialog mit dem Management der Unternehmen. Sie haben dabei das Ziel verfolgt, Transparenz zu schaffen und Unternehmen zu mehr nachhaltigem Wirtschaften zu bewegen. 

Ohne Transparenz ist es nicht möglich, die Qualität von Unternehmen zuverlässig und umfassend zu beurteilen – vor allem, wenn es um die Fragestellung des nachhaltigen Wirtschaftens geht. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir die Einführung der sogenannten „Principal Adverse Impact Indicators (PAIs)“ seitens der EU. Über diese neuen Indikatoren wird man zukünftig einen umfassenderen Einblick in die Situation eines Unternehmens erhalten und sie besser einschätzen können. Nicht zuletzt hat sich durch unser Einwirken eine Reihe von Fondsmanagern entschieden, diese neuen Indikatoren in ihrem Investmentprozess zu berücksichtigen.

Gute Informationen sind die Basis einer guten Analyse. Darum zielt das Engagement unserer Fondsmanager in einem ersten Schritt meistens darauf ab, Unternehmen aktiv zu einem umfangreicheren Berichtswesen hinsichtlich der ESG-Themen zu bewegen. Wir können zudem auch dieses Jahr wieder anhand von einigen konkreten Fällen aufzeigen, wie sich Fondsmanager erfolgreich für ein sozialeres Umfeld bei Unternehmen oder einen stärkeren Umweltschutz engagieren. Sie finden anschauliche Beispiele auf den folgenden Seiten dieser Broschüre.    

Unser Ziel ist weiterhin, das Kapital von Ihnen in die richtigen Hände zu legen. Das ist der Schlüssel dazu, um langfristig nachhaltig erfolgreich zu investieren und gleichzeitig positive Veränderungen in der Wirtschaft anzustoßen. Und das nicht nur in Deutschland und Europa, sondern weltweit.

  • Michael Viehmann ist Vorstand der Sauren Fonds-Research AG, Mitglied des Sauren Portfoliomanagement Teams und verantwortlich für das Thema Nachhaltiges Investieren. 

Sauren Active Ownership Reporting

Um die Aktivität der Aktienfondsmanager in den Sauren Nachhaltigkeitsfonds für mehr nachhaltiges Wirtschaften nachzuvollziehen, hatten wir vor zwei Jahren das „Sauren Active Ownership“-Reporting entwickelt. Dafür fordern wir regelmäßig bei unseren Aktienfondsmanagern detaillierte Informationen hinsichtlich ihres Abstimmungsverhaltens auf Hauptversammlungen und ihres aktiven Engagements bei Unternehmen an. 

So können wir berichten, dass unsere Manager in den letzten 12 Monaten auf Hauptversammlungen über 8.255 Beschlusspunkte abgestimmt haben. In 800 Fällen haben sie gegen die Vorschläge der jeweiligen Unternehmensführung gestimmt

Es kam bei 156 dokumentierten Kontakten mit den Unternehmen zu einem aktiven Engagement. Die Fondsmanager haben dabei das Ziel, mehr Transparenz zu schaffen und durch die Platzierung wichtiger Punkte aus den Bereichen Umwelt, Soziales sowie der guten Unternehmensführung positiven Einfluss zu nehmen. Oft arbeiten die Fondsmanager in der Region, in der die jeweiligen Unternehmen sitzen. Das begünstigt den Dialog und Austausch – gerade auch bei kleineren und mittelgroßen Unternehmen.

Active Ownership / Engagement Beispiele   

Arbeitsbedingungen verbessern

Ende 2021 wurden Fälle von sexueller Belästigung und Einschüchterungen bei der australischen Tochtergesellschaft von Sony Music öffentlich. Unsere japanische Aktienfondsmanagerin und ihr Team brachten in der Folgezeit ähnliche Fälle bei der US-Tochtergesellschaft von Sony Pictures in Erfahrung. Sie traten an den CEO der gesamten Sony-Gruppe heran und forderten ihn auf, darüber Bericht zu erstatten, welche Maßnahmen und Aktivitäten unternommen werden, damit solche Vorkommnisse zukünftig im gesamten Sony Konzern verhindert werden. Das Management erläuterte daraufhin verschiedene Maßnahmen inklusive der Beauftragung einer externe, unabhängige Kanzlei mit einer umfassenden Untersuchung der Vorfälle. Die Fondsmanagerin wird weiter in engem Kontakt zum Management von Sony bleiben, um konstruktive Vorschläge einzubringen und die Fortschritte bei den erforderlichen Veränderungen zu verfolgen.

Umwelt schonen

Im Rahmen der FAIRR Sustainable Aquaculture Initiative engagiert sich einer unserer europäischen Aktienfondsmanager beim Unternehmen Bakkafrost, dem größten fischverarbeitenden Unternehmen auf den Färöer-Inseln. Die FAIRR-Initiative für nachhaltige Aquakultur ist eine Gemeinschaftsinitiative, mit der die weltweit größten Lachsunternehmen dazu bewegt werden sollen, alternative Zutaten für Futtermittel zu entwickeln. Damit sollen die negativen Folgen reduziert werden, die sich durch die Beschaffung von Futterfisch und Soja ergeben. Dazu fand unter anderem kürzlich ein Treffen mit dem Vorstand und den Führungskräften des Unternehmens statt, bei dem Bakkafrost in einer ausführlichen Präsentation auf die Forderungen von FAIRR und Investoren einging. Die Beschaffungswege des Unternehmens wurden grundlegend analysiert. Bakkafrost hat einige alternative Lösungen für die Futtermittel entwickelt und vorgestellt. 

Nachhaltige Energieversorgung

Einer unserer Asienfondsmanager ist beim indischen Unternehmen Apollo Hospitals investiert, das zahlreiche Krankenhäuser und Apotheken in Indien betreibt. Unser Manager hat mit der Führung von Apollo Hospitals das soziale Engagement umfassend diskutiert. Dazu gehört unter anderem eine Initiative, die eine Krankenversorgung auch für Patienten ermöglicht, denen dafür eigentlich die finanziellen Mittel fehlen. Darüber hinaus drängt unser Manager das Unternehmen, im Umweltbereich ambitioniertere Ziele in Hinblick auf die Energieversorgung zu verfolgen. Heute nutzt Apollo Hospitals bereits zu 40 % erneuerbare Energien - dieser Wert soll nach Plan des Unternehmens innerhalb von drei Jahren auf 70 % steigen. Im Dialog mit dem Unternehmen möchte unser Fondsmanager erreichen, dass als Ziel 100 % Energie aus erneuerbaren Quellen für die nächsten fünf Jahre erreicht wird.

Was wurde eigentlich aus …

… dem Engagement bei Booking.com? 

Einer unserer US-Aktienfondsmanager hatte letztes Jahr die Managementvergütung beim Unternehmen Booking.com kritisch hinterfragt. Der Vorstand wollte sich ein Gehaltspaket im Wert von 100 Mio. US-Dollar genehmigen lassen – zu einer Zeit, als es zu zahlreichen Stellenstreichungen kam. Neben dem offiziellen Protest beim Vergütungskomitee brachte unser Fondsmanager auch einen Abstimmungsantrag für ein maßvolleres Entgelt in die letzte Hauptversammlung mit ein, das auch an die Klima-Ziele des Unternehmens gekoppelt sein sollte. Die Aktionäre entschieden sich gegen seinen Vorschlag. Trotzdem hat sich sein Engagement positiv ausgewirkt, da dadurch unter den Aktionären und auch innerhalb des Unternehmens eine intensive Debatte über die Vergütungspraxis entstanden ist. Es wird weiterhin Druck auf den Vorstand und das Vergütungskomitee ausgeübt, bei der Gestaltung der Vorstandsgehälter den Klimaschutz stärker zu berücksichtigen.  

„Active Ownership“ in der Praxis 

Ein Kurzinterview mit Sophia Li

Frau Li, warum sind Nachhaltigkeitsaspekte und Engagement so wichtig für Sie?

Wir sehen uns als Treuhänder für das Kapital, das unsere Kunden bei uns angelegt haben. Den Kauf einer Aktie verstehen wir als echte Investition in ein Unternehmen. Gerade für langfristig orientierte Anleger wie uns ist die Berücksichtigung der nicht-finanziellen Kennzahlen sehr wichtig. Das gilt vor allem, wenn die Qualität, die Kultur und die daraus resultierenden Risiken eines Unternehmens bewertet werden sollen. Daher setzten wir uns intensiv mit Umweltaspekten, sozialen Faktoren und Fragen der guten Unternehmensführung auseinander und sprechen das im Rahmen unseres Engagements auch aktiv bei den Unternehmen an.

Wie erfolgt das Engagement bei einem Unternehmen?

Dieses Engagement gehört zum Kern unserer Anlagestrategie. Neben der Möglichkeit, bei allen Hauptversammlungen unser Stimmrecht aktiv zu nutzen, sehen wir jedes Treffen mit einem Unternehmen als besondere Chance zum aktiven Dialog über Nachhaltigkeitsaspekte. Dabei überwachen wir regelmäßig die aktuellen Diskussionen zu ESG-Themen sowie die Veröffentlichungen der Unternehmen. Über den Austausch mit dem Management versuchen wir positive Veränderungen anzustoßen - sowohl über persönliche Treffen als auch auf schriftlichem Wege.

Welche Ziele verfolgen Sie beim Austausch mit den Unternehmen?

Das Ziel dieser intensiven Arbeit mit den Unternehmen ist es, Transparenz zu schaffen, ESG-Standards zu setzen, Bereiche für gezielte Verbesserungen aufzuzeigen und das Verhalten des Managements in wichtigen Fragen zu beeinflussen. Gleichzeitig geben wir natürlich auch positives Feedback bei den Unternehmen, die sich in die richtige Richtung bewegen und Fortschritte machen. 

Wie sieht Ihre Aktivität in der Praxis aus?

Alleine in den ersten sechs Monaten dieses Jahres haben wir bei über 40 Hauptversammlungen von japanischen Unternehmen unsere Stimme abgegeben. Dabei standen rund 400 Punkte zur Abstimmung. Als verantwortliche Fondsmanagerin bin ich in alle Abstimmungsentscheidungen unmittelbar eingebunden. Darüber hinaus pflegen wir natürlich den direkten Austausch mit den Unternehmen, was uns besonders wichtig ist. Bei jeder unserer Portfoliopositionen suchen wir mindestens einmal pro Jahr den Dialog mit der Unternehmensführung. So haben wir uns auch im laufenden Jahr erneut bei zahlreichen Unternehmen als aktive Investoren einbringen und Veränderungen unterstützen können.

Von ihrem Sitz in Hong Kong aus verwaltet Sophia Li erfolgreich die auf Japan fokussierten Fonds der Fondsgesellschaft FSSA. Sie verbindet in ihrer Anlagephilosophie die langfristige Investition in Qualitätsunternehmen mit einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit.

Die ganzheitliche Analyse der Unternehmen, bildet auch den Startpunkt für den aktiven Dialog mit der jeweiligen Unternehmensführung. Aufgrund ihres langfristigen Anlagehorizonts und ihres aktiven Engagements kann Sophia Li so als Investorin in japanischen Unternehmen positive Veränderungen bewirken.

Dies ist eine Marketing-Anzeige. Bitte lesen Sie den Verkaufsprospekt und das Basisinformationsblatt, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen.

Diese Information stellt kein Angebot und keine Aufforderung zum Kauf von Investmentfondsanteilen dar. Hinweise zu Chancen und Risiken entnehmen Sie bitte dem aktuellen Verkaufsprospekt. Verbindliche Grundlage für den Kauf eines Fonds sind das Basisinformationsblatt, der jeweils gültige Verkaufsprospekt mit den Vertragsbedingungen, dem Verwaltungsreglement bzw. den Anlagebedingungen, der zuletzt veröffentlichte und geprüfte Jahresbericht und der letzte veröffentlichte ungeprüfte Halbjahresbericht, die in deutscher Sprache kostenlos bei der Sauren Fonds-Service AG, Postfach 10 28 54 in 50468 Köln (siehe auch www.sauren.de) und bei der Verwaltungsgesellschaft IPConcept (Luxemburg) S.A., société anonyme (siehe auch www.ipconcept.com) erhältlich sind. Die Verwaltungsgesellschaft kann beschließen, die Vorkehrungen, die sie für den Vertrieb der Fonds getroffen hat, gemäß Artikel 93a der Richtlinie 2009/65/EG und Artikel 32a der Richtlinie 2011/61/EU aufzuheben. Weitere Informationen zu Anlegerrechten sind in deutscher Sprache auf der Homepage der Verwaltungsgesellschaft (https://www.ipconcept.com/ipc/de/anlegerinformation.html) einsehbar.

Veränderungen unterstützen. Mehrwerte generieren.

Mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaft

Wie können eigentlich Investoren für mehr Nachhaltigkeit in der Wirtschaft sorgen?

Zwei Wege sind grundsätzlich möglich. Der erste führt über die Entscheidung für oder gegen den Kauf der Aktie eines Unternehmens. Entsprechend wird es leichter oder schwieriger für das Unternehmen, zukünftig neues Kapital aufzunehmen. Auf diese Weise kann man indirekt das gewünschte Unternehmen unterstützen. 

Der zweite und unseres Erachtens nach wirkungsvollere Weg, positiven Einfluss zu nehmen, ist die Rolle als verantwortlicher Gesellschafter eines Unternehmens. Dieses „Active Ownership“ beginnt mit einer bewussten Wahrnehmung der Stimmrechte auf der Hauptversammlung. Konsequent umgesetzt beinhaltet es auch einen aktiven und direkten Dialog mit dem Management des Unternehmens. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und das Unternehmen zu nachhaltigem Wirtschaften zu bewegen. Studien belegen, dass über diese Form des Engagements tatsächlich positiver Einfluss auf Unternehmen ausgeübt werden kann. 

Gut umgesetzt führt „Active Ownership“ daher zu „mehr ESG“ und fördert nachhaltiges Wirtschaften. Das heißt zum Beispiel Rücksichtnahme auf die Umwelt, schonender Umgang mit Ressourcen, fairer Umgang mit den Mitarbeitern und weitsichtige Führung des Unternehmens. Von diesem nachhaltigen Handeln, das über kurzfristige Optimierung der Gewinne hinausdenkt, profitiert nicht nur das Unternehmen, sondern letztlich wir alle. Es kann aber auch dazu beitragen, Unternehmen wirtschaftlich erfolgreicher zu machen und damit die Renditechancen der Anleger zu verbessern. 

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung und Expertise können wir bei Sauren die Fondsmanager identifizieren, die nicht nur gute Investoren sind, sondern sich auch als engagierte „Active Owner“ auszeichnen. Über das „Active Ownership Reporting“, das wir bei den Fondsmanagern halbjährlich anfragen, können wir dieses Engagement nachvollziehen. Denn wir wollen das Kapital unserer Kunden ja in die richtigen Hände legen.

Mit den nachfolgenden Inhalten wollen wir Ihnen einen Einblick in die Arbeit unserer Manager und ihr „Active Ownership“ geben.

  • Michael Viehmann ist Vorstand der Sauren Fonds-Research AG, Mitglied des Sauren Portfoliomanagement Teams und verantwortlich für das Thema Nachhaltiges Investieren. 

Sauren Active Ownership Reporting

Um das Engagement ausgewählter Aktienfondsmanager für mehr nachhaltiges Wirtschaften transparent zu machen, haben wir das „Sauren Active Ownership Reporting“ entwickelt. Zum wiederholten Mal haben wir bei unseren Aktienfondsmanagern detaillierte Informationen zu ihrem Vorgehen angefordert. Das „Active Ownership Reporting“ deckt zwei Themengebiete ab:

Abstimmungsverhalten

Im ersten Teil analysieren wir das Abstimmungsverhalten der Manager auf den Hauptversammlungen. Dabei achten wir vor allem darauf, ob der Fondsmanager sich bei wichtigen Themen selbst einschaltet und auf Basis von detaillierten Unternehmenskenntnissen seine Entscheidungen trifft, oder ob er lediglich dem Rat externer Beratungsfirmen folgt.

Engagement

Der zweite und wichtigere Teil betrachtet das aktive Engagement gegenüber dem Management der Portfoliounternehmen: Welche Themen aus den Bereichen Umwelt, Soziales und guter Unternehmensführung wurden wann und wie angesprochen und mit den Unternehmen diskutiert?

Das Engagement ausgewählter Aktienfondsmanager

Im ersten Halbjahr 2021 haben unsere Manager auf Hauptversammlungen über rund 8.000 einzelne Beschlusspunkte abgestimmt. In 700 Fällen haben sie gegen Vorschläge der Unternehmensführung votiert. 

Es kam bei rund 90 dokumentierten Kontakten mit den Unternehmen zu einem aktiven Engagement mit dem Ziel, Transparenz zu schaffen und durch die Platzierung wichtiger Punkte aus den Bereichen Umwelt, Soziales sowie guter Unternehmensführung positiven Einfluss zu nehmen. Einige Beispiele dieser Engagements finden Sie nebenstehend.

Lebensmittelverschwendung reduzieren

Im Dialog mit Danone im zweiten Quartal 2021 hinterfragte einer unserer Aktienfondsmanager die Einzelheiten des Ziels, die Lebensmittelabfälle bis 2030 zu halbieren. Nach Schätzungen wird ein Drittel der Joghurts verschwendet – während des Produktions- und Vertriebsprozesses oder bei den Verbrauchern. Als eine Lösung des Problems drängte der Fondsmanager insbesondere auf den Einsatz neuer Bioschutztechnologien zur Verlängerung der Haltbarkeit von Joghurts. Danone hat in puncto ESG einen guten Ruf, nimmt aber nach Meinung des Fondsmanagers nicht proaktiv genug Stellung zu diesem wichtigen Thema. Er fordert die offizielle Verabschiedung einer klaren Strategie und wird den Vorgang im Unternehmen weiter eskalieren, sollte es zu keinem befriedigenden Ergebnis kommen. 

CO2-Emissionen verringern

Wincanton ist ein britisches LKW-Logistikunternehmen, bei dem einer unserer UK-Aktienfondsmanager seit einiger Zeit investiert ist. Er diskutierte mit dem Vorstand der Firma lange über die Pläne des Unternehmens, den CO2-Ausstoß der Fahrzeugflotte zu senken. Es gibt verschiedene Ansätze, aus Sicht des Managers wäre die Einführung einer Emissionsüberwachung der LKW-Flotte ein wichtiger Baustein. Das ist auch für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit von Logistikunternehmen ein wichtiger Meilenstein, weil die Verringerung von CO2-Emissionen diese stark beeinflusst. 

Mikroplastik filtern

Einer unserer Asien-Aktienfondsmanager kontaktierte gemeinsam mit anderen Investoren das Management von Samsung und eines weiteren asiatischen Herstellers von Waschmaschinen. Sie drängen darauf, dass die Unternehmen sobald wie möglich Filter einbauen, um Mikroplastik aus dem Waschwasser zu filtern. Die Technologie dazu wird gerade entwickelt. Es ist Ziel von Samsung, die Filter bis 2023 einzubauen. Es wird erwartet, dass der Einbau von solchen Filtern ab 2025 in der EU vorgeschrieben sein wird. 

Faire und angemessene Gehälter

Einer unserer US-Aktienfondsmanager hat im Juni 2021 mehrere uns vorliegende Schreiben an das Unternehmen Booking.com geschickt und die Management-Vergütung für 2020 kritisch hinterfragt. Unter anderem wurde das Gehalt des Finanzvorstands 2020 deutlich erhöht, obwohl der Umsatz des Konzerns in diesem Jahr um 55 % zurückging und 23 % der Belegschaft entlassen wurden. Der Manager ist der Ansicht, dass diese Vergütungspraktiken nicht im besten langfristigen Interesse der Aktionäre sind, da sie zu Unzufriedenheit unter den Mitarbeitern führen und Fehlverhalten unter den Führungskräften fördern können.  Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, bringt der Fondsmanager das Thema als Tagesordnungspunkt auf die nächste Hauptversammlung ein.

„Active Owner“ Franz Weis im Kurzinterview

Herr Weis, Sie verfolgen mit Ihren Fonds eine nachhaltige Anlagestrategie. 

Was zeichnet diese Strategie aus?

Unser Investmentansatz basiert auf einer detaillierten Analyse der Unternehmen, in die wir investieren. Das schließt insbesondere auch ESG-Merkmale ein. Unternehmen, die schlechtere ESG-Merkmale haben, werden von uns niedriger bewertet und Unternehmen mit überdurchschnittlichen ESG-Merkmalen werden höher bewertet und somit belohnt. Als langfristige Investoren legen wir darüber hinaus großen Wert auf den regelmäßigen direkten Austausch mit den Managern der Unternehmen. 

Welches Ziel verfolgen Sie im Dialog mit den Unternehmen?

Durch den Austausch lernen wir die Strategie und Kultur des jeweiligen Unternehmens besser kennen und können Nachhaltigkeitsthemen gezielt hinterfragen. Wir identifizieren Chancen und Risiken sowie mögliche Verbesserungspotenziale. In diesem Fall geben wir dann gerne unser Verständnis von sinnvollen Maßnahmen weiter und versuchen bei den Unternehmen Veränderungen anzustoßen. Unser zentrales Ziel ist es, die nachhaltige Entwicklung und das Wachstum der Geschäftstätigkeit zu fördern. 

Können Sie uns Beispiele Ihrer Aktivitäten nennen?

Im Jahr 2021 haben wir uns bei der Hälfte der Unternehmen aktiv engagiert, die sich derzeit im Comgest Growth Europe Opportunities Fonds befinden. Darunter war zum Beispiel der deutsche Sportartikelhersteller Adidas.

Bei welchen Themen sind Sie bei Adidas aktiv geworden?

Wir haben mit dem Vorstandsvorsitzenden von Adidas über das heikle Thema Menschenrechte in China gesprochen. Wir begrüßen und unterstützen, dass das Unternehmen keine Baumwolle aus der Region Xinjiang bezieht, für die es immer wieder Vorwürfe von Unterdrückung und Zwangsarbeit der dort lebenden Uiguren gibt. Adidas ist aufgrund der Entscheidung allerdings in China unter Druck geraten, was sich auf den Umsatz und das Wachstum ausgewirkt hat. China ist für das Unternehmen ein wichtiger Markt. Trotz des öffentlichen Drucks in China hält Adidas aber bisher daran fest, keine Baumwolle aus der Region zu beziehen. Wir haben mit Adidas diskutiert, wie es durch die lange Präsenz in China und durch die Unterstützung des lokalen Sports gelingt, widerstandsfähig zu sein und die eigenen Überzeugungen weiter zu vertreten.

Franz Weis ist ein erfahrener Experte für Aktien europäischer Unternehmen. Seit 2005 arbeitet er in Paris als Fondsmanager bei der Fondsgesellschaft Comgest. Langfristiges und nachhaltiges Investieren genießt in seiner Arbeit einen zentralen Stellenwert. 

Über eine detaillierte „ESG“-Unternehmensanalyse hinaus nutzen Franz Weis und sein Team die besondere Möglichkeit eines aktiven Fondsmanagers: den Dialog mit dem Management der Unternehmen. Als langjähriger und wichtiger Investor im Segment der europäischen Aktien kann er dabei auf Augenhöhe mit den Unternehmensführungen sprechen.