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Personenbezogener Ratingansatz
Bedeutung des Fondsmanagers

Der Ratingansatz stellt entsprechend der einzigartigen Philosophie "Wir investieren nicht in Fonds - wir investieren in Fondsmanager" bei der Analyse immer die Person des verantwortlichen Fondsmanagers in den Mittelpunkt. Die Performance eines Fonds ist wesentlich von der Person des Fondsmanagers abhängig, da die Entscheidung, ob ein Wertpapier für einen Fonds gekauft oder verkauft wird, letztlich immer bei einer Einzelperson liegt - dem verantwortlichen Fondsmanager.

Die Fähigkeiten des Fondsmanagers sind deshalb ganz wesentlich für den Erfolg oder Misserfolg eines Fonds verantwortlich und die vergangene Wertentwicklung eines Fonds verliert ihre Aussagekraft, wenn der Fondsmanager wechselt. Hier wird auch ein Vorteil des personenbezogenen Ratingansatzes deutlich: Bei quantitativen Fonds-Ratings behält der Fonds aufgrund der vergangenheitsbezogenen Betrachtungsweise seine Auszeichnung zunächst, obwohl der entscheidende Faktor für den Erfolg des Fonds - der Fondsmanager - nicht mehr für die Verwaltung verantwortlich zeichnet.

Andererseits kann ein erfahrener, in der Vergangenheit erfolgreicher Fondsmanager ein sehr lohnendes Investment sein, wenn er einen neuen Fonds auflegt. Auch an diesem Beispiel wird der Vorteil unseres qualitativen, personenbezogenen Ratingansatzes gegenüber traditionellen, quantitativen Fonds-Ratings deutlich. Investmentfonds werden von den Rating-Agenturen erst dann bewertet, wenn sie eine (oft mehrjährige) Vergangenheitsperformance aufweisen. Der neu aufgelegte Fonds eines erfolgreichen Fondsmanagers taucht deshalb erst nach mehreren Jahren in den Fonds-Ratings auf. Oft ist dann die interessanteste Periode des Investmentfonds bereits vorbei, da der Fondsmanager nicht mehr die insbesondere in der Anfangsphase - mit einem geringen unter Verwaltung befindlichen Volumen - bestehenden positiven Rahmenbedingungen zur Erzielung einer überdurchschnittlichen Wertentwicklung vorliegen hat. Aus diesem Grunde ist es entscheidend, die Qualität des Fondsmanagers zu analysieren. Dabei stehen die Anlagephilosophie, die Vergangenheitserfolge, der persönliche Eindruck des Fondsmanagers und dessen Fähigkeiten zur Erzielung überdurchschnittlicher Erfolge im Mittelpunkt der Analyse.
 
 
Detaillierte Analyse
Persönliche Gespräche mit dem Fondsmanager

Die Fondsmanager werden in persönlichen Gesprächen umfangreich analysiert. Vor jedem Interview werden sämtliche Fonds, die der Fondsmanager aktuell verwaltet oder in der Vergangenheit verwaltet hat, genauestens untersucht, so dass die Gespräche über die Erläuterung der Anlagephilosophie und der Konzepte weit hinausgehen. Mit gezielten Fragen wird z.B. versucht herauszufinden, warum der Fonds einen überdurchschnittlichen Ertrag erzielt hat, wie wahrscheinlich das Konzept zu einer zukünftigen überdurchschnittlichen Wertentwicklung führen wird, weshalb sich der Fonds in bestimmten Phasen unterdurchschnittlich entwickelt hat, usw. Basierend auf diesem Interview und dem persönlichen Eindruck, den der Fondsmanager dabei hinterlassen hat, gelangen wir zu einer qualitativen Einschätzung der Fähigkeiten des Fondsmanagers. Dabei wird versucht, in den Analysen sämtliche Rahmenbedingungen zu berücksichtigen und eine Vergangenheitsperformance nicht als eine gegebene Zahlenreihe hinzunehmen, sondern diese nach ihren Ursachen zu hinterfragen. Dabei werden bspw. folgende Aspekte berücksichtigt:
Mit welcher Investmentphilosophie wurde und wird der Fonds gemanagt?
Welche Bedeutung hat das Team bei der Generierung der Anlageideen oder für den Erfahrungsaustausch?
Mit welchem Volumen wurde der Fonds wann gemanagt? Wie volumensensitiv ist die Investmentphilosophie?
Profitierte der Fonds von der außergewöhnlichen Entwicklung einzelner Aktien?
Wurde in der Vergangenheit die Währung oder der Markt abgesichert?
 

 
Frühzeitige qualitative Analyse
Neue Fonds können besonders interessant sein

Durch den personenbezogenen Ansatz ist es auch möglich, qualitative Aussagen zu neu aufgelegten Fonds vorzunehmen. Für die Analysen wird somit keine lange Vergangenheitsperformance des Fonds benötigt. Gerade neu aufgelegte Fonds von bereits erfolgreichen Fondsmanagern können sehr interessante Gelegenheiten bieten. In den traditionellen Fonds-Ratings tauchen diese Fonds erst nach drei Jahren auf, da vorher keine ausreichende Daten-Historie zum Fonds vorliegt, obwohl der Fondsmanager seine Expertise in der Vergangenheit bereits bewiesen hat.
 
 
Universell anwendbarer Analyseansatz
Einheitliches Rating-System für alle Asset-Klassen

Der personenbezogene Analyseansatz ist unabhängig von dem jeweiligen Anlagesegment sowie der verfolgten Strategie und universell anwendbar. Daher lassen sich nicht nur neu aufgelegte Fonds, sondern auch Fonds unterschiedlicher Kategorien (z.B. auch Hedgefonds) beurteilen. Hierdurch wird die Umsetzung eines einheitlichen Rating-Systems ermöglicht, welches auf der detaillierten, qualitativen Analyse der Person des Fondsmanagers beruht. So ist beispielsweise auch ein qualitatives Rating eines Fondsmanagers möglich, welcher z.B. früher einen traditionellen (Long-only) Aktienfonds verwaltet hat und aktuell die Verwaltung eines Long/Short-Equity-Fonds übernimmt.
 
 
Qualität der Analysen
Erfolgsnachweis durch Dachfondsmanagement

Die Qualität der personenbezogenen Analysen und Auszeichnungen kann für alle Asset-Klassen anhand von transparenten Dachfonds-Ergebnissen nachgewiesen werden, da der personenbezogene Ansatz ebenfalls die Grundlage für die Verwaltung der hauseigenen Dachfonds bildet. Mittels der konsequent umgesetzten Anlagephilosophie können die Dachfonds eine gegenüber dem jeweiligen Vergleichsindex nachhaltig bessere Wertentwicklung und mehrfache Auszeichnungen vorweisen. In der Praxis entwickelten sich über 80% der für die Dachfondsportfolios ausgewählten Fonds ab Investitionszeitpunkt besser als der jeweilige Vergleichsindex. Die Grundlage für diese Erfolge liegt dabei auf der qualitativen Auswahl der Fondsmanager. Dies belegt sowohl die Prognosegüte und die universelle Anwendbarkeit der personbezogenen Investmentphilosophie als auch die Qualität des Rating-Prozesses. Mit dem Fondsmanager-Rating verfügt ein Entscheidungsträger damit über ein ausgezeichnetes Instrument, um erfolgversprechende Fonds aus dem Fondsangebot herauszufiltern.